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Aktivitäten der RK Wetterau - ein Rückblick

Auf den Spuren der Römer und entlang des UNESCO-Weltkulturerbes Obergermanisch-Rätischer Limes im Taunus lud die RK Wetterau im Oktober zum I. LIMES ITER MMXXI (1. Limes-Marsch 2021) ein.

Insgesamt 32 Marschierer und 3 Kameraden als Versorgungs- und Streckenpersonal auf der außergewöhnlichen Streckenführung, die in weiten Teilen direkt entlang der ehemaligen römischen Reichsgrenze führte, machten diesen sportlich-historischen Marsch unter der Leitung des 1. stellv. Vorsitzenden der RK Wetterau, StFw d. R. Jens Farschtschiyan, für alle Teilnehmer zu einem besonderen Erlebnis, den auch das Wetter mit 11 Sonnenstunden gebührend unterstützte.

Auf Strecken von 13, 24 und 33 km mit den Kastellen Kapersburg, Saalburg sowie dem Ort Langenhain-Ziegenberg als Zielpunkte konnten die Teilnehmer in den Kategorien "Auxiliar" (ohne Gepäck) oder "Legionär" (mit min. 10 kg Gepäck) ihre Marschleistung auf dem offiziellen Limes-Erlebnispfad über den Taunuskamm erbringen. Bereits der Start erfolgte, nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden der RK Wetterau, Maj d. R. Harry Paduch, nur wenige hundert Meter entfernt vom mit 700 m über NN höchstgelegenen Limeskastell, dem Kastell Kleiner Feldberg. Als besondere Auszeichnung und Erinnerung winkte den erfolgreichen Teilnehmern ein hölzernes Römerschwert (Gladius) mit einer von Hand gestempelten tabula ansata Plakette - goldfarben für die "Legionäre" und silberfarben für die "Auxiliare" sowie eine Urkunde mit der erbrachten Kilometerleistung in römischen Meilen.

Auch die Funktioner, OTL d. R. Uwe Gniffke, OFw d. R. Jörg Forst und Jäger d. R. Dennis Knapp wurden für ihre hervorragende Unterstützung der Veranstaltung mit einer Urkunde geehrt.

Nach dieser erfolgreichen Premiere ist bereits der "II. LIMES ITER MMXXII" für 2022 in Planung!

Durch die Verbindungen des erst vor einem Monat neu gewählten 1. stellv. Vorsitzenden der RK Wetterau, Stabsfeldwebel d. R. Jens Farschtschiyan, zur französischen AECOPS-D (Association Européenne de membres de Corps et Organismes Publics de Sécurité et de Défense - Europäische Vereinigung der Sicherheits- und Verteidigungskräfte) konnte eine Stationsausbildung zur Erlangung des französischen „brevet de lancer de grenade“ (Leistungsabzeichen für Handgranatenwerfer) veranstaltet werden.

Der anspruchsvolle und aus 3 Stationen mit vier Teilübungen bestehende Parcours wurde kurzfristig im Freiland-Rosenfeld in der Gärtnerei des 1. Vorsitzenden Major d. R. Harry Paduch aufgebaut. Da die Veranstaltung ursprünglich bereits im Frühjahr 2020 geplant war, waren sämtliche Bestandteile wie Markierungen, Schilder, Wurfgewichte usw. bereits vorhanden.

Beginnend mit der Station Weitwurf (23 - 32 m), bei der das Wurfgewicht mindestens 23 m weit geworfen werden muß, um überhaupt erst die folgenden Stationen erreichen zu können, setzt sich der Parcours mit Präzisionswürfen in Kreise von 4 m Durchmesser in Distanzen von 15 bis 30 m sowie zwei simulierten Schützengräben in 15 und 10 m Entfernung fort, die jeweils knieend und liegend bekämpft werden. Zusätzlich gibt es für jeden Wurf und jede Station ein Zeitlimit. Je weiter das bekämpfte Ziel entfernt ist, desto höher ist die Punktzahl pro Treffer.

Je nach Gesamtpunktzahl kann das Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold erworben werden.

Als Rahmenprogramm führte Major d. R. Paduch an beiden Tagen noch ein „internationales EPA-Tasting“ durch, bei dem die Teilnehmer Kampfrationen u. a. aus Deutschland, Frankreich, Polen, Litauen und den USA probieren konnten.

Zur Auflockerung der Teilnehmerzahl fand die Ausbildung an zwei Tagen statt. Die RK Wetterau konnte hierfür insgesamt 27 Teilnehmer, davon ein aktiver Kamerad der Deutschen Marine sowie ein ausländischer Kamerad aus Luxemburg, in Rosbach vor der Höhe begrüßen.

Für 2022 ist bereits eine Wiederholung geplant!